Betriebliches Gesundheitsmanagement
Gesundes Arbeiten
Seit April 2012 wird das Projekt „Mitarbeitergesundheit“ von der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO durchgeführt, um besser für die Gesundheit ihrer insgesamt 1300 Mitarbeitenden sorgen zu können. Ziele des Betrieblichen Gesundheitsmanagements sind die Weiterentwicklung einer gesundheitsförderlichen Ablauforganisation in den Schulen sowie der Anstoß zu gesundheitsorientierten Organisationsentwicklungsmaßnahmen und das Stärken individueller Ressourcen.
Auf Trägerebene wird das Projekt von einem Steuerkreis Gesundheit begleitet, der sich aus Mitgliedern ganz verschiedener Arbeitsbereiche im Unternehmen zusammensetzt. Dazu gehören Vertreter*innen der einzelnen Schulen und Horte, der Mitarbeitervertretung, der Geschäftsstelle sowie der Vorstand der Stiftung. Am Anfang dieses Projekts stand eine umfangreiche Mitarbeiterbefragung, bei der mit über 80 % eine außergewöhnlich hohe Rücklaufquote erreicht wurde. Als große Belastungen im Schulalltag werden beispielsweise das schwierige Pausenmanagement in den Schulen sowie das unter den Pädagog*innen verbreitete Gefühl, nie mit der Arbeit fertig zu werden, wahrgenommen.
Inhaltliche Schwerpunkte waren bisher z.B. Resilienz, gesunde Kommunikation und Sitzungskultur, Schulrhythmus, Teamzimmer oder Lärmcoaching. Themen wie die Bewältigung des Demographischen Wandels sollen weiter vertieft werden.
Mitglieder des Steuerkreises
Anke Adolph, Schulleitung Ev. Schule Frankfurt/ Oder
Nadine Andrae, Abteilungsleitung Personal
Christine Behnken, Schulleitung Ev. Schule Frohnau
Ferencz Benda, 1. Stellv. Vorsitzender der GMAV, Ev. Schule Neukölln
Sabine Borgwald, Koordinierende Erzieherin, Ev. Schule Wilmersdorf
Milan Davidek, 2. Stellv. Vorsitzender der GMAV, Ev. Gymnasium am Dom zu Brandenburg
Kathrin Gebhard, Koordinierende Erzieherin, Ev. Schule Buch
Rainer Gronen, Abteilungsleitung Fort- und Weiterbildung
Sebastian Hoffmann, Vertrauensperson der Schwerbehinderten
Regina Klusmann, Koordinatorin Arbeits- und Gesundheitsschutz
Frank Olie, Vorstandsvorsitzender, Ev. Schulstiftung in der EKBO
Christine Teske, Schulreferat, Ev. Schulstiftung in der EKBO
Christina Reiche, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Cordula Siebers-Koch, Mediationsbeauftragte
Dr. Dieter Sommer, GAmo Gesunde Arbeit moderieren

Gesundes Arbeiten
Die Gesundheit ihrer Mitarbeiter*innen ist der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO sehr wichtig. Darum hat sie gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse ein Programm entwickelt, um diese zu unterstützen und zu fördern.
Folgende Themen können Schulen im Rahmen des Betrieblichen Geundheitsmanagments (BGM) individuell und fachlich begleitet bearbeiten. Ihre Ansprechpartnerin für alle Themen:
Gesundheits- und Arbeitsschutz

Ein rotes Sofa, Pflanzen und eine separate Teeküche – das sind einige der Veränderungen im Teamzimmer der Evangelischen Schule Frohnau. Als das Teamzimmer verlegt wurde, holten sich die Pädagog*innen fachkundige Unterstützung bei der Neugestaltung ihres Arbeitsraumes. Die Mitarbeiter*innen sprachen in zwei moderierten Gruppen über ihre Wünsche und Bedürfnisse. Die Teilnehmer stellten sich folgenden Fragen:
Die Konferenz hat in den Kollegien keinen guten Ruf. Die meisten Lehrer*innen meinen: Sie ist zu oft, zu lang und ohne Ergebnis. Die Teilnehmer*innen sind genervt, wenn Informationen sich doppeln, oder einzelne zu lange reden. Wenn dann noch persönliche Befindlichkeiten den Raum für Diskussionen verengen, sind am Ende alle frustriert.
Wer täglich viele Aufgaben zu erledigen hat und dann noch unter Zeitdruck empfindet oft Stress. Zuviel Stress lässt uns verzweifeln und führt im schlimmsten Fall zu Depressionen. Menschen, die dennoch ruhig bleiben können und sich glücklich fühlen, nennen wir resilient. Sie sind mit sich und ihrer Arbeit im Reinen und haben Muster entwickelt, um wieder zur Ruhe zu kommen.
Hier ein Telefonat, dazwischen die Mails checken und parallel die Frage des Kollegen beantworten. Das führt schnell zu Stress. Wer immer wieder das Gefühl hat mehrere Dinge gleichzeitig tuen zu müssen und nie genug Zeit hat, sollte an einem Selbst- und Zeitmanagement-Training teilnehmen.
Tom läuft weinend durch den Flur und Charlotte fegt vor Wut alle Bücher vom Tisch. Rosas Papa steht in der Tür, und hat nur kurz mal eine Frage und der Bericht muss heute auch noch geschrieben werden. Die Arbeit in den Horten ist oft belastend. Was hilft: mit den Kolleg*innen reden und sich austauschen.
Ob Scheidung, Streit unter Kolleg*innen oder die Schulprobleme des Kindes – Jeder weiß: Belastungen im privaten Umfeld lassen sich nicht einfach während der Arbeitszeit abstellen. Auch dauerhafte Anspannung im Team führt zu Stress und Konzentrationsverlust. Solche Konflikte können uns für Tage und Wochen stark belasten und machen auf Dauer krank.
Supervision ist ein Beratungskonzept, mit dessen Hilfe berufsbezogene Handlungen von Personen und Strukturen von Organisationen reflektiert werden.
Polternd laufen die Kinder der Grundschule durch die hallenden Flure und überbrüllen sich dabei gegenseitig. Im Klassenraum reden die Schüler durcheinander und auch im Lehrerzimmer kann man sich kaum konzentrieren. Laute Geräusche gehören zum Berufsalltag von Erzieher*innen und Lehrer*innen. Zuviel Lärm macht uns krank – wir fühlen uns nicht mehr wohl, können uns nicht gut konzentrieren und im schlimmsten Fall leidet auch noch unser Gehör. Deshalb lohnt es den Lärm und seine Ursachen genauer zu betrachten.
Wenn Schüler*innen über die sozialen Netzwerke bloßgestellt werden, wenn sie heftigsten Beleidigungen, schlimmsten Gerüchten und Beschimpfungen über Handy und Internet ausgesetzt sind, ist es wichtig zu wissen: Wie kann ich mich schützen und wie ist die rechtliche Situation.
Das Ziel der Mediation ist ein fairer Ausgleich von Interessen. Er wird erreicht durch eine wertschätzende und beziehungsfördernde Kommunikation. An unseren Evangelischen Schulen ist Mediation das Leitmotiv im Miteinander. Durch sie setzen wir christliche Werte wie Wertschätzung und Mitgefühl im Schulalltag um.
